Haltung als Grundlage von kommunalen Planungsprozessen

In vielen Kommunen laufen Planungsprozesse in wesentlichen Handlungsfeldern wie Bildung, Generationen, Armutsbekämpfung, Stadtentwicklung und weiteren nicht vom Menschen aus gedacht in seiner jeweiligen Lebenslage und den entsprechenden Kontexten, sondern stärker bezogen auf ressortspezifische Verankerungen. Unterstützung und Beteiligung durch die Bürgerschaft ist gewollt, trifft aber oftmals nicht auf entsprechende Strukturen, Arbeitsweisen und auch Haltungen. Reflexionsräume, Austauschmöglichkeiten über Erfahrungen mit Beteiligung, Kooperation und gemeinsam gestaltete Prozesse sind in vielen Kommunalverwaltungen nicht vorhanden. Um ein neues Selbstverständnis von Verwaltung, „Bürgernähe“, Beteiligung und Kooperationsbezügen weiter zu entwickeln, sind diese aber notwendig. Eine positive Haltung zu einem Miteinander von Verwaltung, Akteuren, Bürgerschaft, Wirtschaft und Politik muss auf gemeinsamen Leitlinien des Handelns beruhen, Dialoge konstruktiv gestalten und in den konkreten Begegnungen und Prozessen gelebt werden. Die Kommune Ahlen hat sich auf den Weg gemacht, Eckpunkte für Haltungen im Miteinander zu entwickeln und darauf basierend ihre Planungsarchitektur zu überprüfen. Ende 2014 liegen Grundzüge eines Eckpunktepapiers vor, das nun in weiteren Gruppen und Gremien in Ahlen zur Diskussion gestellt wird.